Letzte Änderung: 27. April 2022

Corona-Virus-Infektion (Covid-19)

Das sich seit Ende 2019 in Europa ausbreitende Corona-Virus (Covid-19) betrifft die Frauenheilkunde und Geburtshilfe zunächst zu folgenden Fragen:

1.) Sind Schwangere durch Covid-19 mehr oder weniger gefährdet als andere, gleichaltrige Frauen?
Antwort: Ja,  Schwangere weisen insbesondere in den letzten drei Schwangerschafts-Monaten schwerere und auch mehr tödliche Verläufe auf, als gleichaltrige Nicht-Schwangere Frauen. Umso wichtiger also die Kontaktvermeidung und Vorbeugung (s.u.). Die Risiken für Thrombosen und für Präeklampsie (Schwangerschafts-Hochdruck) sind zudem erhöht. Deshalb ist besonders (zB in häuslicher Quarantäne) auf Bewegung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wir verordnen bei Fieber oder stark symptomatischer Covid-Erkrankung oft auch Stützstrümpfe und gerinnungshemmende Medikamente (Heparin-Spritzen wie z.B. Clexane).  Bei Übelkeit, Erbrechen, Hochdruck (für die Blutrduck-Selbstmessung lassen Sie sich bitte ein Gerät besorgen) nehmen Sie bitte sofort mit uns oder Ihrer Geburtsklinik Kontakt auf!. Um das Infektionsrisiko der von uns betreuten Schwangeren zu verringern, sollte auch bei ihren Partnern und Kontaktpersonen für einen guten Corona-Impfschutz gesorgt sein. Unsere Covid-infizierten oder –kranken Schwangeren bitten wir dringend, uns sofort per email über ihre Corona-Infektion zu informieren, damit wir telefonisch das weitere Vorgehen besprechen können. Parallel sollten sie Ihren Hausarzt und das Gesundheitsamt informieren.

2.) Ist die Übertragung von einer erkrankten Schwangeren auf ihr ungeborenes Kind oder in der Stillzeit möglich?
Antwort: Eine Übertragung des Corona-Virus auf ihr ungeborenes Kind ist möglich, jedoch selten. Nach der Geburt ist die Übertragung durch die Atmung der Mutter (Tröpfcheninfektion) auf das Neugeborene bzw den Säugling möglich. Die Hauptrisiken für die ungeborenen Kinder ergeben sich jedoch aufgrund notwendiger frühzeitiger Entbindung wegen des mütterlichen Krankheitszustandes, also durch ärztlich verursachte, unvermeidliche Frühgeburtlichkeit, um auch das Leben der Mutter zu retten.

3.) Können Sie eine Impfung gegen Corona-Viren anbieten?
Siehe hierzu das nachfolgende Kapitel: Covid-Impfungen in der Liebfrauenarztpraxis ((link: https://www.liebfrauenarzt.de/medizinische-informationen/covid-impfungen-in-der-liebfrauenarzt-praxis/ ))

4.) Ist eine sexuelle Übertragung von Covid-19 möglich?
Antwort: Eine Übertragung durch Genitalsekrete ist uns nicht bekannt. Jedoch konnten in Vaginalsekret und in Stuhlgang Coronaviren nachgewiesen werden. Eine anale Übertragung (durch Stuhl) erscheint nicht unmöglich. Das Infektionsrisiko beim Sexualverkehr ist jedoch durch Tröpfcheninfektion und Aerosole, also durch die Atmung, sehr hoch!

5.) Prävention / Vorbeugung
Wir raten zu den allseits bekannten Abstands- und Masken-Regeln (wenn irgend möglich immer FFP2 -Masken!) und auch zur Grippeimpfung. Insbesondere in Innenräumen ist die Maskenanwendung wichtig.
Wir denken, daß diese Regeln unabhängig von der tagesaktuellen politischen Entscheidung in der Bundesrepublik Deutschland ihre Gültigkeit besitzen.
In unserer Praxis müssen deshalb weiterhin medizinische Masken (bevorzugt FFP2-Masken) getragen und Abstand soweit wie möglich eingehalten werden.
 
Bezüglich der Corona-App für Mobiltelefone informieren Sie sich bitte ggf über die Homepage des Robert-Koch-Institutes: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/WarnApp/Warn_App.html

Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Corona-Virus:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html