Letzte Änderung: 31. Dezember 2021

Aktuell: Corona-Pandemie (Covid-19)

Die sich seit Ende 2019 in Europa ausbreitende Pandemie des Corona-Virus (Covid-19) betrifft die Frauenheilkunde und Geburtshilfe zunächst zu folgenden Fragen:

1.) Sind Schwangere durch Covid-19 mehr oder weniger gefährdet als andere, gleichaltrige Frauen?
Antwort: Der heutige Wissenstand spricht dafür, daß Schwangere insbesondere in den letzten drei Schwangerschafts-Monaten schwerere und auch mehr tödliche Verläufe aufweisen, als gleichaltrige Nicht-Schwangere Frauen. Umso wichtiger also die Kontaktvermeidung und Vorbeugung (s.u.). Die Risiken für Thrombosen und für Präeklampsie (Schwangerschafts-Hochdruck) sind zudem erhöht. Deshalb ist besonders (zB in häuslicher Quarantäne) auf Bewegung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wir verordnen oft auch Stützstrümpfe und gerinnungshemmende Medikamente (Heparin-Spritzen wie z.B. Clexane).  Bei Übelkeit, Erbrechen, Hochdruck (Selbstmessung) nehmen Sie bitte sofort mit uns oder Ihrer Geburtsklinik Kontakt auf! Die Einnahme von ASS (Aspirin) zur Vorbeugung einer Präeklampsie ist während der Covid-Erkrankung umstritten. Um das Infektionsrisiko der von uns betreuten Schwangeren zu verringern, sollten auch ihre Partner und Kontaktpersonen möglichst frühzeitig gegen Corona geimpft werden. Unsere Covid-infizierten oder –kranken Schwangeren bitten wir dringend, uns sofort per email über ihre Corona-Infektion zu informieren, damit wir telefonisch das weitere Vorgehen besprechen können. Parallel sollten sie Ihren Hausarzt und das Gesundheitsamt informieren.

2.) Ist die Übertragung von einer erkrankten Schwangeren auf ihr ungeborenes Kind oder in der Stillzeit möglich?
Antwort: Eine Übertragung des Corona-Virus auf ihr ungeborenes Kind ist möglich, jedoch selten. Nach der Geburt ist die Übertragung durch die Atmung der Mutter (Tröpfcheninfektion) auf das Neugeborene bzw den Säugling möglich.

3.) Können Sie eine Impfung gegen Corona-Viren anbieten?
Antwort: Es ist unser oberstes Ziel, in einer gemeinsamen gesellschaftlichen Anstrengung einen flächendeckenden Corona-Impfschutz der Gesamtbevölkerung zu erreichen („Herdenimmunität“), und unseren Beitrag dazu zu leisten.  Wie oben beschrieben, konzentrieren wir unsere eigenen Covid-Impfanstrengungen auf Schwangere und Stillende. Andere Impfwillige können uns per Email kontaktieren, oder wenden sich bitte an:

4.) Ist eine sexuelle Übertragung von Covid-19 möglich?
Antwort: Eine Übertragung durch Genitalsekrete ist uns nicht bekannt. Jedoch konnten in Vaginalsekret und in Stuhlgang Coronaviren nachgewiesen werden. Eine anale Übertragung (durch Stuhl) erscheint nicht unmöglich. Das Infektionsrisiko beim Sexualverkehr ist jedoch durch Tröpfcheninfektion und Aerosole, also durch die Atmung, sehr hoch!

5.) Prävention / Vorbeugung
Neben der o.a. Grippeimpfung und den allseits bekannten Abstands- und Masken-Regeln raten wir zur Verwendung der bundesweiten Corona-App auf Ihr Mobiltelefon.
Link zur Corona-App über das Robert-Koch-Institut

Auf folgenden Seiten finden sich aktualisierte Informationen zum Corona-Virus:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
FAQ für schwangere Frauen und ihre Familien
und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf www.infektionsschutz.de:
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)